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Die Entwicklung der Eisenbahn, insbesondere des Eystruper Bahnhofs in chronologischer Reihenfolge

Bahnhof Eystrup (1845-1899)

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viele der hier gezeigten historischen Aufnahmen wurden mir freundlicher aus verschiedenen Archiven und Sammlungen oder von den namentlich genannten Personen zur Verfügung gestellt. Ihnen allen gilt mein besonderer Dank. Ohne ihre Unterstützung könnte ich diese einmaligen Zeitdokumente hier nicht zeigen.

Da es bei einigen wenigen hier gezeigten Aufnahmen teilweise sehr schwer bis unmöglich war den Urheber ausfindig zu machen um ihn zu kontaktieren, ich aber auf der anderen Seite nicht gegen evtl. Urheberrechte verstoßen möchte, betone ich hiermit ausdrücklich, dass ich jederzeit bereit bin die Urheberrechte an diesen Bildern zu respektieren. Sollten Sie der Meinung sein, dass ich gegen eines Ihrer Rechte (Markenrecht, Copyright, Wettbewerbsrecht etc.) verstoßen habe, so bitte ich Sie, mich zur Vermeidung unnötiger Rechtsstreitigkeiten und Kosten schon im Vorfeld zu kontaktieren. Die Kostennote einer anwaltlichen Abmahnung ohne vorhergehende Kontaktaufnahme mit mir wird im Sinne der Schadenminderungspflicht als unbegründet zurückgewiesen. Ich erkläre hiermit ausdrücklich, dass ich immer bereit bin, Ihre Rechte zu respektieren. Es genügt mir eine kurze E-Mail mit einem Hinweis.

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1845

Das Streckennetz der Eisenbahnen im heutigen Niedersachsen bis 1845
Vor dem Bau der Eisenbahnstrecke  Wunstorf - Bremen gab es noch keine Anbindung der bremischen und niedersachsischen Häfen an die Eisenbahnverbindungen nach Süddeutschland.

Streckennetz Niedersachsen um 1845

1845

Vertrag über den Bau einer Eisenbahnstrecke von Wunstorf nach Bremen
Ein Vertrag über den gemeinsamen Bau der 100,4 km langen Bahn von Wunstorf nach Bremen wird in Nienburg geschlossen

Vertrag-von-1845
Vertragsseite1, Quelle: Staatsarchiv Bremen
Transkription


Nachdem

WIR
ERNST AUGUST
von Gottes Gnaden

König von Hannover
Königlicher Prinz von Großbritannien
und Irland, Herzog von Cumberland,
Herzog, zu Braunschweig und Lüneburg etc

mit der freien Hansestadt Bremen wegen Anlegung
einer Eisenbahn von Hannover nach Bremen einen
Vertrag unterm 14. April 1845 haben abschließen
lassen, welcher von Wort zu Wort lautet:

In weiterer Verfolgung des durch Art. XVI
des Staats-Vertrages vom 11. Januar 1827
vorgesehenen Zwecks, das gemeinsame Han-
dels-Interesses durch vermehrte, verbesserte
und erleichterte Verbindungswege zu fördern,

Vertrag
zwischen seiner Majestät dem König von Hannover
und der freien Hansestadt Bremen der Anlegung
einer Eisenbahn von Hannover nach Bremen betreffend.
Vertrag-von-1845
Vertragsseite 5, Quelle: Staatsarchiv Bremen
Transkription

Regierung aufgerufen, allen Bestimmungen der
selben getreulich nachzukommen.

Zur Urkunde dessen haben wir die gegenwär-
tige Ratification eigenständig unterschrieben und
mit unserem königlichen Insiegel versehen lassen.
Gegeben Hannover den achten Mai
Eintausend achthundert und fünf und vierzig

Ernst August

Ratifications Urlunde
zu dem Vertrag zwischen Seiner Majestät dem Könige von
Hannover und der freien Hansestadt Bremen vom 14. April 1845
Die Anlegung einer Eisenbahn von Hannover nach Bremen betreffend.

1846

Baubeginn der Eisenbahn
Im Frühjahr des Jahres 1846 begann der Bau der Bahnlinie Hannover - Bremen in ihrem heutigen Verlauf.

Streckennetz der Eisenbahnen im heutigen Niedersachsen 1847

1847

Probefahrt auf der Strecke Hannover-Bremen
Am 14. November 1847 fanden erstmals Probefahrten zwichen Bremen und Hannover statt.

1847

Aufnahme des Bahnbetriebs
Am 12. Dezember 1847 wurde der Betrieb aufgenommen. 40 Lokomotiven, 60 Personenwagen und eine weit größere Zahl Güterwagen wurden eingesetzt, um Menschen und Güter zu befördern. In Eystrup hielten täglich 8 Personenzüge und der Güterverkehr nahm stark zu. In der Statistik der Eisenbahnen im Königreich Hannover, wurde Eystrup 1852 als Haltestelle bezeichnet. Zur Zeit seiner Eröffnung am 12. Dezember 1847 war der Bahnhof Eystrup offiziell »Haltestelle« für Personen- und Güterverkehr. Der Bahnhof war zunächst mit drei Personen besetzt, einen Expedienten*, einen Nachtwächter und einem Türsteher. Neben dem durchgehenden Hauptgleis gab es Nebengleise in der Gesamtlänge von 132 Ruten**, 4 Weichen, 1 Rampe, 1 Hauptgebäude , 1 Nebengebäude, 1 Güterschuppen, 1 Wasserstation und eine elektrische Telegrafenstation. Der Bahnhof war anfangs 350 Meter lang.

* ein kaufmännischer Angestellter , der für den Versand von Waren und Gütern verantwortlich ist * * 1 Rute = 5 Meter

1847

Mein Hoyaer Land

"Der scharze Teufel in Eystrup"
so lautet der Titel der auf plattdeutsch verfassten Geschichte vom Fritz Helfers in dem Heft: "Mein Hoyaer Land", herausgegeben vom Kreislehrerverein Grafschaft Hoya, 1950.
Hierin schildert der Autor das damalige Stimmungsbild in der überwiegend landwirtschaftlich geprägten Bevölkerung bei der Inbetriebnahme der Eisenbahn.

De searte Düwel in Eestrup

Übersetzung ins Hochdeutsche

Der schwarze Teufel in Eystrup      2.12.1847

"Nein, dort sitzt kein Teufel drin!" sagte der Küster aus der Kirchstraße in Hoya. Damit meinte er die Eisenbahn, die noch vor Weihnachten durch Eystrup fahren soll. Das Biest soll ja einen langen Schwanz haben, der auf Rädern läuft, zwei

1847

De searte Düwel in Eestrup

glühende Augen haben und giftigen Rauch aus seinem Maul ausstoßen. Aber der Schneider Dreyer auf dem Bakelberg glaubt das nicht, was der Küster sagt. Er meint, der Küster wisse doch in der Schrift bescheid und dort stünde doch so viel drin, von "den bösen Geistern unter dem Himmel!" Dort in dieser Eisenbahn sitz kein Pferd und kein Ochse, und trotzdem läuft sie." Dort muss der Teufel drin sitzen!

Der Kupferschmied pflichtet ihm bei, nickte mit dem Kopf und sagte dann wichtig und bedächtig: "Groß Macht und viel List sein grausam Rüstung ist!"

Der Superintendent wollte auch nichts vom Teufelszeug wissen und hatte in seiner letzten Predigt gesagt, das gehe alles mit rechten Dingen zu. Das sei der Dampf, der hätte große Kraft und könne ein paar Wagen ziehen!

"Nein, nein," meint der Schneider, "das glaube ich nicht! Wenn unsere Mutter das Feuer unter dem Kesselhaken anheizt, dann qualmt das immer grausig, aber ich höre uns sehe nichts von "groß Macht und viel List." Da muss doch ein Teufel drin sitzen, in dieser Eisenbahn!"




Bildunterschrift:
Der schwarze Teufel in Eystrup 1847

In diesem Augenblick ging gerade der Drost v. Hohenstedt dort vorbei. Das war ein ganz gelehrter Mann, und der soll ihm die Wahrheit sagen! Und der Drost meinte; "Sehen Sie, mein Lieber, durch die Kompression erreicht der Wasserdampf eine ungeheure Spannkraft, so daß er wohl imstande ist, die Wagen auf dem Schienenweg zu ziehen!" Nun muss Schneider Dreyer immer an die "Kompression" denken! "Ja, ja, das ist also doch der Teufel." Die Gelehrten nennen es Kompression! Das ist Jacke wie Hose! Teufel ist Teufel!

1847

De searte Düwel in Eestrup

Quelle: "Mein Hoyaer Land", Bilder aus der Heimatgeschichte, von Fritz Helfes, Hoya 1950

 

Am anderen Tag trifft er in der Deichstraße seinen Freund Bernhard Knoblauch. Der war weit umhergereist und konnte hochdeutsch sprechen, hatte viel in der Welt gesehen und hatte auch sonst was im Kopf! "Du, sagte der Schneider, willst du mit nach Eystrup, wenn der feurige Drachen dort durchkommt? Der Drost nennt ihn Kompression, und ich nenne ihn den glühenden Teufel!" "Dummes Zeug!" sagte Bernhard Knoblauch, der Teufel sitzt dort nicht drin! Sei man kein Angsthase, ich geh mit nach Eystrup!"
Der große Tag kam heran, der zweite Dezember eintausend achthundert siebenundvierzig! Nun standen sie alle auf dem Bahnhof: 150 Menschen aus der Heide, aus Bücken, Hassel, Gandesbergen, Diensthoop, Mahlen, Barme, Drübber und Jübber. Von Haßbergen her soll das Biest kommen, dort weisen ja auch die Eisenlatten hin, die sie ihn auf den Weg gelegt hatten.

"Ich habe aber keine Angst!" sagt Knoblauchs Bernhard, der seine kleine Rieke an der Hand festhielt und aus seiner Tonpfeife seinen Kanaster (übelriechender Tabak) rauchte. "Ich auch nicht," sagte der krumme Schuster Behrens aus der Langen Straße, dort sitzt kein Teufel drin!" Der Küster, der suppintendent und der Drost glauben das ja auchnicht!". Aber dabei bebte ihm der weiße Zickenbart, den er an diesem Morgen mit der Haarfarbe des Schwarzjuden einbalsamiert hatte!

Auf einmal qualmte es von Haßbergen her über dem Wald. "Er kommt! Er kommt!" Knoblauchs Bernhard sein Gesicht wurde ganz weiß, dann rot und dann grün: "Nein, Angst - habe -  ich  - nicht! Da sitzt kein Teufel drin! Leute, haltet euch fest!" Hakelmanns Dörtjen, die so auf den Bauerndörfern mit Eiern und Butter handelt, schwatzte: Oh Leute, Leute! Der Schwarze, der Schwarze!" Und dann verkroch sie sich hinter der großen Tonne , die dort bei der dicken Eiche stand und heulte so gewaltig, das sie das in Mahlen hören konnten! "Leute haltet euch fest", sagte Knoblauch, und dabei pustete er aus seinem Brösel fürchterlich viel Dampf und  genau dem krummbeinigen Schäfer aus Diensthoop in den Mund, den er sperrweit aufgemacht hatte. Seine bollerige Hose flog genauso hin und her wie des Schusters Zickenbart!

"Donner, nun kommt das Biest dort hinten um die Kurve, gleich auf uns zu! Was es stöhnt, und was es schnauft, und was er ankt!" "Groß Macht und viel List sein grausam Rüstung ist!" sagte der Kupferschmied. "Das ist die Kompression!" meinte der Küster. Dem Schneider wurde schwindelig und er verkroch sich hinter dem Siebenmeier und beide wieder hinter Knoblauch. Die kleine Rieke steckte ihren Kopf zwischen die Bollerhose und biss ihn vor Angst ins Bein und schrie laut aus vollem Halse: Vater, der Teufel, der Teufel!" Twietmeyers Johann setzte sich platt auf den Boden und hielt sich an Koblauchs Hose fest! ebenso Dörtjen, hinter der großen Tonne rief immer lauter: "Der Schwarze, der Schwarze! Er kommt! Er kommt! Schuster Behrens schnaufte in seinen Ziegenbart und verdrehte die Augen wie ein nätschen Bulle!"

Der Erdboden dröhnt" Das Biest kommt! Noch hundert Schritte, noch fünfzig, noch vierzig! Knoblauch liefen die dicken Angsttropfen am Kopf herunter: Er drehte sich zu seiner Rieke rum und sagte: "Kind, - bete - ein Vaterunser! Der Teufel ist da!"

1847

Vereinfachter Gleisplan des Eystruper Bahnhofs

Gleisplan 1847

Bei der Eröffnung der Bahnverbindung Wunstorf-Bremen bestand diese aus einer eingleisigen Strecke. Der Bahnhof Eystrup war anfangs nur 350 Meter lang und verfügte über 4 Weichen.

1848

Fahrplan für die Verbindung Hannover - Bremen

Fahrplan für die Verbindung Hannover - Bremen

Die Fahzeit von Hannover nach Bremen betrug damals 3 Stunden und 45 Minuten bzw. 3 Stunden und 30 Minuten in der Gegenrichtung.
Heute wird die Strecke mit einem ICE in 60 Minuten zurück gelegt.

1851

Erste Beschreibung der kleinen Bahnhofsanlage
1851 umfasste die kleine, den ländlichen Verhältnissen entsprechende Bahnhofsanlage "4 Abweichungen, 1 Rampe, 1 Hauptgebäude (Empfangsgebäude), 1 Nebengebäude (Aborte, Utensilienraum, Ställe), 1 Güterschoppen, 1 Wasserstazion, 1 Elektr.Telegr.-Stazion und 2 Wachstuben (Weichenwärterhäuschen)".

1852

Bf Eystrup wird Zwischenstation
Zwischen 1852 und 1855 wurde Eystrup eine Zwischenstation und mit einem Stationsvorsteher besetzt.

1854

Urprüngliche Form des Empfangsgebäudes

Bauzeichnungen des Empfangsgebäudes
Das Empfangsgebäude wurde später teilweise aufgestockt und nach Süden erweitert.

1854

Fahrkarte von 1854

Fahrkarte von 1854

1854

Vergleich einer Fahrt von Nienburg nach HannoverVergleich einer Fahrt von Nienburg nach Hannover 1854


Jürgen Hartmann stellt in seinem Vortrag für die Historische Gesellschaft in Nienburg, "Mobilität in früheren Zeiten" Teil 2: Der Personenverkehr, von der Postkutsche zur Eisenbahn, einen interessanten Vergleich über die damaligen Kosten und Fahrzeiten für die ca. 60 km lange Reise von Nienburg nach Hannover im Jahr 1854 auf.

1854

Gleisplan des Eystruper Bahnhofs

Gleisplan 1854
Bitte beachten Sie die falsche Wiedergabe der Fahrtrichtungen in der Abbildung des Gleisplans. Die Richtungsgleise nach Bremen und Hannover wurden vertauscht.
Der spätere Ausbau zu einer zweigleisigen Streckenführung ist bereits erkennbar.

1854

Vereinfachter Gleisplan des Eystruper Bahnhofs

Gleisplan 1854

Um Zugkreuzungen zu ermöglichen wurde 1854 ein Überholgleis errichtet.

1860

Ausbau der Gleisanlagen
Bis Ende 1860 wurde die Strecke zweigleisig ausgebaut und der Bahnhof um 150 Meter auf 500 Meter verlängert.

1860

Vereinfachter Gleisplan des Eystruper Bahnhofs

Gleisplan 1860

Zwischen 1854 und 1860 wurde die Strecke zweigleisig ausgebaut und weitere Überholgleise geschaffen.

1864

Einführung der 4. Wagenklasse
Um der Landbevölkerung eine besonders preisgünstige Reisemöglichkeit zum Besuch von nahegelegenen Märkten zu ermöglichen, wurde am 16. 06. 1864 die 4. Wagenklasse eingeführt. In dieser besonders einfach gehaltenen Wagenklasse mit hochklappbaren Längsbänken stand ausreichend Platz zur Verfügung, so dass auch umfangreiches Gepäck und Tiere mit in die Wagen genommen werden konnte.

1865

Vereinfachter Gleisplan des Eystruper Bahnhofs

Gleisplan 1860

Damit auch längere Züge in Richtung Bremen überholt werden konnten, wurde um 1865 ein Ziehgleis zwischen der "Bahnhofstraße" und dem "Schwarzen Weg" gebaut. Zur Überholung mussten die Richtung Bremen fahrenden längeren Züge umständlich rückwärts in das Ziehgleis gedrückt werden. Das Empfangsgebäude wurde durch einen Anbau erweitert.

1869

Umstellung von Links- auf Rechtsverkehr
Auf der hannoverschen Staatsbahn wird von Linksverkehr auf Rechtsverkehr umgestellt.

1872

Einführung der ersten durchgehenden Bremsen

1872

Ominbusverbindung von Hoya nach Eystrup

Omnibus 1872
Hoyaer Wochenblatt vom 13. 07. 1872

Unter Omnibus verstand man zu dieser Zeit natürlich nicht das Fahrzeug, was heute Omnibus genannt wird.

Man unterschied Postkutschen von Pferde-Omnibussen.

Während es den Kutschern der Postkutschen bei Strafe von 4 Talern verboten war, mehr als sechs Personen mitzunehmen, ließ sich bei den Pferdeomnibussen die Zahl der Fahrgäste auf 18 steigern, bei Doppelstockbussen sogar noch auf erheblich mehr.

1878

Einführung des Streckentelefons

1879

Gründung der Hoyaer Eisenabahngesellschaft (HEG)
Im Juni 1879 wurde die Hoyaer Eisenbahngesellschaft gegründet, die ein Jahr später die Konzession zum Bau und Betrieb der Bahnlinie nach Eystrup erhielt.

1881

Eröffnung des Bahnbetriebs Hoya-Eystrup

Das Hoyaer Wochenblatt berichtete am Freitag dem 25 November 1881:

"Der Betrieb auf der Lokalbahn Hoya-Eystrup wird mit dem morgigen Tage eröffnet werden. Der erste Zug wird fahrplanmäßig Morgens um 6 Uhr 12 Minuten abgelassen."

Mit täglich fünf Zugpaaren wurde der Betrieb aufgenommen, die Hoyaer Eisenbahn erfüllte in vollem Umfang die Erwartungen der Gründer des Unternehmens. Als 1881 die Hoyaer Eisenbahn mit Ihrer Strecke Hoya- Eystrup in den Bahnhof eingeführt wurde, entstand ein Gemeinschaftsbahnhof der hannoverschen Staatsbahn und der Hoyaer Eisenbahn, für die man den Betrieb mit besorgte.

1881

Vereinfachter Gleisplan des Eystruper Bahnhofs

Gleisplan 1881

1881 wurden die Gleisanlagen im westlichen Bereich des Bahnhofs durch die Anbindung der Hoyaer Eisenbahn erweitert.
Damit die Dampftriebwagen der Hoyaer Eisenbahn gedreht werden konnten, wurde im Bahnsteiggleis eine Drehscheibe eingebaut.

1886

Ausbau des niedersächsischen Streckennetzes
Die Anbindung der Seehäfen Emden und Geestemünde (Bremerhaven) erfolgt erst 40 Jahre nach Eröffnung
der Eisenbahnverbindung Bremen- Hannover.

Streckennetz der Eisenbahnen im heutigen Niedersachsen 1886

1890

Der Personenzugverkehr wurde nach Gründung der "HEG"
mit Dampftriebwagen der Bauart Rowan durchgeführt

Rowan Dampftriebwagen

Der Hoyaer Eisenbahn standen bei der Eröffnung 1881 zwei Dampftriebwagen der Bauart Rowan zur Verfügung. Während das Antriebsdrehgestell mit der Dampfmaschine unter der Fabriknummern 3796 und 3797 von Borsig gebaut wurde, stammt der Wagenteil von der Firma Scandia Wagenbau AG in Kopenhagen.

1890

ROWAN-Dampftriebwagen vor dem Hoyaer Empfangsgebäude

ROWAN-Dampftriebwagen vor dem Hoyaer Empfangsgebäude

Das Bahnhofsgebäude befand sich auf der rechten Weserseite in der Nähe des Bürgerparks. Deshalb wurde der Bahnhof auch als Parkbahnhof bezeichnet. In der 60er und 70er Jahren war es als Tanzlokal "Parkhaus-Hoya" sehr bekannt.

1890

Vergrößerung der Bahnanlagen
1890 wurden der Bahnhof und die Freianlagen wesentlich vergrößert. Jetzt waren 14 Gleise, 32 Weichen vorhanden, die auf einer Länge von 1730 Meter eingebaut wurden.

Gleisplan 1890

1892

Zugentgleisung zwischen Eystrup und Haßbergen
Ein Bericht aus dem Hoyaer Wochenblatt vom 7.7.1892

Zugentgleisung am 6.6.1892

1893

Einführung der mitteleuropäischen Zeit (MEZ)
Mit Inkrafttreten des Gesetzes betreffend die Einführung einer einheitlichen Zeitbestimmung wurde am 1. April 1893 die Mitteleuropäische Zeit als Einheitszeit für das gesamte Deutsche Reich festgelegt.

Zur Einführung der mitteleuropäischen Zeit  1893

Man beachte den Hinweis auf die Zeitdifferenz zwischen der Ortszeit und der mitteleuropäischen Zeit (MEZ).

1894

Attentat auf die Eisenbahn
Das Hoyaer Wochenblatt berichtetet am 17.1.1894 von einem Zwischenfall zwischen Nienburg
und Eystrup, bei dem ein Reisender verletzt wurde.

Attentat auf dei Eisenbahn, Zeitungsmeldung vom 17.1.1894

1896

Planungen einer Bahnstrecke nach Rethem/Aller
Das Hoyaer Wochenblatt berichtetet am 1.4.1896 von den Planungen zum Bau einer
Eisenbahnverbindung von Eystrup nach Rethem.

Artikel über die Planung einer Eisenbahnverbindung von Eystrup nach Rethem

1896

Gleisplanentwurf zur Anbindung der Strecke nach Rethem im Bahnhof Eystrup
Obwohl bereits ein Gleisplanentwurf erstellt wurde, kam es nicht mehr zum Bau der Eisenbahnstrecke.

Geplanter Streckenverlauf nach Rethem/Aller
Der Gleisplanentwurf zeigt die vorgesehenen Gleisanlagen und Streckenführung auf der Ostseite des Eystruper Bahnhofs.

1896

Vereinfachter Gleisplan des Eystruper Bahnhofs

Gleisplan 1896

Um 1895 reiften Pläne, im Rahmen der Überholgleisverlängerung Richtung Bremen, eine Bahnverbindung Richtung Rethem/Aller zu bauen. Obwohl bereits Detailplanungen ausgearbeitet wurden, wurde das Projekt bald wieder verworfen.